Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Forschung am IIKT

Moderne Informationssysteme wie UMTS, ultraschnelles Internet, Satellitennavigation, Fahrerassis­tenzsysteme im Auto, digitale Bild­auswertung oder auch bereits Spracheingabe an Terminals und für automatische Dialoge sowie intelligente Auskünfte bestimmen zunehmend unser tägliches Leben.

Das Institut für Informations- und Kommunikationstechnik umfasst dieses fach­lich breite Spektrum. An vier Lehr­stühlen werden Aufgabenstellungen aus den Gebieten der Hochfre­quenz- und Kommunikationstech­nik, der Kognitiven Systeme, der Tech­nischen Informatik und der Neuro-Informationstechnik bearbeitet.

Dabei werden modernste Daten- und Gerätetechnologien entwickelt in Chip-Design, hochgenauer Elektronik, Satellitenkommunika­tion, Objekt- und Bildvermessung und -rekonstruktion, automatischer Spracherkennung, intelligenter Datenanalyse und biologischen Verhaltensmodellen.

Um der schnellen technischen Ent­wicklung Rechnung zu tragen, ver­fügt das Institut über zwei leis­tungsfähige Parallelrechner, mit deren Hilfe neue Algorithmen und Verfahren schnell und effizient getestet werden können. Eine hochmoderne labortechnische Ausrüstung (incl. Reinraum) für die studentische Ausbildung und Forschung bietet ideale Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium.

Ausgewählte interdisziplinäre Forschungsaktivitäten

EU-Horizon2020   ADAS&ME : Adaptive leistungsfähige Fahrer-Assistenzsysteme zur Unterstützung von beanspruchten Fahrern & Effektives Abfangen von Risiken durch maßgeschneiderte Mensch-Maschine-Interaktion in der Fahrzeugautomatisierung (Prof. A. Wendemuth) 

ADAS&ME entwickelt adaptierte leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme, die Fahrerzustand, Situations- / Umweltkontext und adaptive Interaktion beinhalten, um automatisch die Kontrolle zwischen Fahrzeug und Fahrer zu übertragen und somit eine sicherere und effizientere Straßenbenutzung zu gewährleisten. Die Arbeit basiert auf 7 Fallstudien, die einen großen Teil der Fahrsituationen auf europäischen Straßen abdecken. Experimentelle Untersuchungen werden an Algorithmen zur Fahrerzustandsüberwachung sowie an Mensch-Maschine-Interaktions- wie auch an Automatisierungssystemen durchgeführt. Unterschiedliche Fahrerzustände wie Müdigkeit, Schläfrigkeit, Stress, Unaufmerksamkeit und beeinträchtigende Emotionen werden untersucht, wobei Sensortechnologien unter Berücksichtigung von Verkehrs- und Witterungsbedingungen eingesetzt und für individuelle Fahrer-Physiologie und Fahrverhalten personalisiert werden. Multimodale und adaptive Warn- und Interventions-Strategien basieren auf dem aktuellen Fahrerzustand und der Gefährlichkeit von Szenarien. Das Endergebnis ist ein Fahrer-Zustandsüberwachungssystem, das in die Fahrzeugautomatisierung integriert ist. Das System wird mit einem breiten Pool von Fahrern unter simulierten und realen Straßenbedingungen und unter verschiedenen Fahrzuständen validiert. Diese herausfordernde Aufgabe wird durch ein multidisziplinäres europäisches Konsortium von 30 Partnern durchgeführt, darunter ein Hersteller pro Fahrzeugtyp und 7 Direktlieferanten.

Innovationsallianz 3Dsensation im Rahmen des Programms Zwanzig20 bis 31.12.2020 gefördert (Profs. A. Al-Hamadi, A. Wendemuth) 

Die Innovationsallianz 3Dsensation ist in ihren geplanten Forschungsarbeiten fokussiert auf Fragestellungen der Mensch-Maschine-Interaktion. Sie verfolgt das Ziel, die Interaktion von Mensch und Maschine grundlegend zu verändern. In einem transdisziplinären und intersektoralen Forschungsansatz wird deshalb die Entwicklung einer neuen Generation von 3D-Technologien zur Bildaufnahme, Bildverarbeitung und Visualisierung sowie Interpretation komplexer Szenarien in Echtzeit vorangetrieben. Unter anderem soll die Sicherheit des Menschen in Fertigungsprozessen steigen, die Mobilität in urbanen und ländlichen Räumen unabhängiger von gesundheitlichen und altersbedingten Beeinträchtigungen werden und sich die Möglichkeiten zur Gesundheitsversorgung durch Identifikation von Auffälligkeiten und Gefahren verbessern. Integriert werden Forschungsarbeiten in den Kognitions- und Neurowissenschaften, Sozial- und Arbeitswissenschaften sowie Informationswissenschaften.  Die Magdeburger Arbeitsgruppe wird im Bedarfsfeld Automotive und Mobilität mit 3D-Umgebungserfassung und -modellierung sowie 3D-Fahrererfassung beteiligt sein. Im Bedarfsfeld Sicherheit werden Forschungen zur Mensch-Maschine-Interaktion, die sich auf Erfahrungen aus den aktuellen Arbeiten im SFB-Transregio 62 Eine Companion-Technologie für kognitive technische Systeme in Magdeburg stützt, einfließen. Qualitätssicherung und Oberflächeninspektionen, wobei die 3D-Messwerterfassung eine Schlüsselrolle spielt, tragen die Magdeburger Forscher zum Bedarfsfeld Produktion und Maschinenbau bei. Am Bedarfsfeld Gesundheit beteiligen sie sich mit Arbeiten zur Gesichtsanalyse, Schmerzerkennung, Blickdiagnostik, Endoskopie und Rehabilitation. 
Mehr Informationen zur Innovationsallianz 3Dsensation unter www.3d-sensation.de


Sonderforschungsbereich/Transregio 62 bis 31.12.2017
  (Profs. A. Wendemuth, A. Al-Hamadi) 

Das interdisziplinäre Konsortium aus Informatikern, Ingenieuren, Medizinern, Neurobiologen und Psychologen befasst sich mit der systematischen Erforschung kognitiver Fähigkeiten und deren Realisierung in technischen Systemen. Dabei stehen die Eigenschaften der Individualität, Anpassungsfähigkeit, Verfügbarkeit, Kooperativität und Vertrauenswürdigkeit im Mittelpunkt der Untersuchung. Ziel ist es, diese so genannten Companion-Eigenschaften durch kognitive Prozesse in technischen Systemen zu realisieren und sie an psychologischen Verhaltensmodellen sowie anhand von Hirnmechanismen zu untersuchen. Damit sollen die Grundlagen für eine Technologie geschaffen werden, die menschlichen Nutzern eine völlig neue Dimension des Umgangs mit technischen Systemen erschließt.

Detaillierte Aussagen zu den Forschungsschwerpunkten sind auf den entsprechenden Seiten der Lehrstühle bzw. des Fachgebiets zu finden:

Hochfrequenz- und Kommunikationstechnik

Kognitive Systeme

Hardware-nahe Technische Informatik

Neuro-Informationstechnik

Letzte Änderung: 12.01.2017 - Ansprechpartner: Dipl.-Wirt.-Inform. Dennis Winkler